Beschäftigungsbedingungen

Ende Mai 2015 haben wir uns mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf einen umfassenden Tarifabschluss geeinigt. Der Tarifvertrag sieht unter anderem eine Lohnerhöhung von 5,1% in zwei Stufen vor sowie eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 1.100 €. Zudem wurden Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge vereinbart. Ab 2016 wird es einen Bonus von 10% auf den vom Arbeitgeber finanzierten Beitrag geben.

Auch für die Berufsgruppe Lokführer wurde ein Tarifvertrag abgeschlossen, der die bestehenden Regelungen widerspruchsfrei in das Tarifwerk der EVG integriert. Zudem wurde eine Verständigung über die Einführung eines neuen flexibleren Vergütungssystems zum 1. Januar 2016 erzielt, das auch Leistungskomponenten enthält.

Darüber hinaus haben DB-Konzern und EVG einen Tarifvertrag »Arbeit 4.0« unterzeichnet. Ziel ist es, die rapiden Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung gemeinsam und aktiv zu gestalten.

In der Tarifauseinandersetzung mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde im ersten Halbjahr 2015 der Schienenpersonen- und der -güterverkehr drei Mal mit einem Umfang von insgesamt 211 Stunden beziehungsweise 256 Stunden bestreikt. Am 30. Juni 2015 wurden die Tarifverhandlungen mit der GDL erfolgreich beendet. Nach intensiven Verhandlungen und insgesamt neun Streikrunden seit Beginn der Tarifverhandlungen Mitte 2014 wurde dem Schlichterspruch seitens des ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zugestimmt. DB-Konzern und GDL haben sich auf ein Gesamtpaket bestehend aus einer Lohnerhöhung von insgesamt 5,1% – wie mit der EVG –, einer Absenkung der Referenzarbeitszeit ab 2018 um eine Wochenstunde sowie einem umfassenden Programm zur Belastungsreduktion und zum Abbau von Überstunden verständigt. Darüber hinaus erhält die GDL bis 2020 eine Langfristperspektive als Tarifpartner mit einem verbindlichen Schlichtungsverfahren. Gleichzeitig wird das Arbeitszeitsystem reformiert. Alle Ergebnisse und Vereinbarungen zu Arbeitszeit, Pausenregelungen oder Vergütung stehen in keinem Widerspruch zu den bestehenden Regelungen. Damit hat der DB-Konzern sein Ziel erreicht, für ein und dieselbe Berufsgruppe nicht nach Gewerkschaftszugehörigkeit unterscheiden zu müssen. 

nach oben