Operative Ergebnisentwicklung rückläufig

Die Umsatzentwicklung war im ersten Halbjahr 2015 operativ rückläufig.

  • Die sonstigen betrieblichen Erträge sind vor allem in-folge höherer Schadenersatzleistungen bei DB Bahn Regio deutlich gestiegen. Bei DB Netze Fahrweg wirkten zudem Erträge aus Grundstücksverkäufen.
  • Der Materialaufwand entwickelte sich operativ leicht rückläufig. Hierbei wirkten sich vor allem ein geringerer Energieverbrauch infolge von Leistungsrückgängen, gesunkene Dieselpreise und Preiseffekte bei bezogenen Leistungen aus.
  • Der Personalaufwand lag tarifbedingt spürbar oberhalb des Werts des ersten Halbjahres 2014.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen deutlich. Unter anderem erhöhten sich bei DB Arriva die Aufwendungen für Franchiselizenzen infolge struktureller Veränderungen bei Unterstützungsleistungen. Zudem stiegen bei DB Schenker Logistics die Aufwendungen für Serviceleistungen und Mieten.

Im Saldo stiegen die Kosten im Vergleich zum Umsatz überproportional, was sich in einem Rückgang des bereinigten EBITDA widerspiegelt.

Die Abschreibungen stiegen im Wesentlichen infolge von Fahrzeugzuläufen bei DB Bahn Regio geringfügig an.

Dementsprechend haben sich im ersten Halbjahr 2015 auch das bereinigte EBIT und das operative Ergebnis nach Zinsen deutlich schwächer entwickelt.

Der operative Zinssaldo verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund des rückläufigen Zinsniveaus. Gegenläufig wirkte der höhere Bestand an Anleihen im Vergleich zum 30. Juni 2014.

Die Entwicklung der bereinigten Ergebnisgrößen der Geschäftsfelder war verglichen mit dem ersten Halbjahr 2014 differenziert. Die schwache Entwicklung insbesondere der Geschäftsfelder DB Bahn Fernverkehr, DB Bahn Regio und DB Schenker Rail konnte durch die positive Entwicklung der Geschäftsfelder DB Netze Fahrweg, DB Schenker Logistics und DB Netze Personenbahnhöfe nur teilweise kompensiert werden.

Die Entwicklung im übrigen Finanzergebnis ergab sich im Wesentlichen aus höheren Effekten aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten infolge des niedrigen Zinsniveaus.

Die rückläufige Entwicklung des außerordentlichen Ergebnisses überstieg diesen Effekt deutlich, sodass dementsprechend das Ergebnis vor Ertragsteuern stärker zurückging.

 

 

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