Entwicklung der Rentenmärkte

Die Renditen von Anleihen setzten bis Mitte April 2015 ihren Abwärtstrend kontinuierlich fort, die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen erreichte einen historisch niedrigen Stand von 0,05%. Dies war bedingt durch eine Mischung aus der Risikoaversion der Anleger, auch vor dem Hintergrund der Schuldenproblematik in Griechenland, sowie dem großvolumigen Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Verstärkt wurde diese Entwicklung durch spekulative Positionierungen über die Derivativmärkte. Ein Auslaufen beziehungsweise Glattstellen dieser Geschäfte führte dazu, dass die Rendite binnen zwei Monaten fast 100 Basispunkte zulegte und somit auf zeitweise leicht über 1,0% stieg. Ende Juni 2015 wirkte sich vor allem die Schuldenproblematik in Griechenland auf den Rentenmarkt aus. Anzeichen einer Einigung hatten regelmäßig sinkende, Anzeichen eines Scheiterns der Verhandlungen steigende Renditen bei Bundesanleihen zur Folge. Dies führte dazu, dass sich die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in einem Band zwischen 0,7% und 1,0% bewegte.

Die europäischen Finanzmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2015 sehr volatil gezeigt. Nach einem Aufwärtstrend insbesondere des Aktienmarkts zum Jahresstart, der durch die hohe Liquidität aus dem Anleihekaufprogramm der EZB unterstützt wurde, war die Stimmung sowohl auf dem Aktien- als auch auf dem Anleihemarkt zum Ende des ersten Halbjahres 2015 weniger positiv. Ein schwächer als erwartetes globales Wirtschaftswachstum, die wiederkehrende Unsicherheit über die Schuldensituation in Griechenland und die temporäre Aufwertung des Euro-Dollar-Wechselkurses haben hierzu beigetragen. 

nach oben