Deutscher Personenverkehr

Der Gesamtmarkt verzeichnete im ersten Quartal 2015 Zugewinne.

  • Positiv wirkten unter anderem deutlich gesunkene Kraftstoffpreise sowie gestiegene Erwerbstätigenzahlen und verfügbare Realeinkommen.
  • Intensivierter intermodaler Wettbewerb und Veränderung der Preis-Leistungs-Wahrnehmung durch die Expansion von Fernbusanbietern sowie Low-Cost-Airline Ryanair.

Motosisierter Individualverkehr

  • Per März 2015 über Vorjahr (rund +1%), maßgeblich getragen durch kräftig gesunkenes Kraftstoffpreisniveau.
  • Zusätzlich positive Effekte durch Streiks im Schienen- und Luftverkehr. 

Schienenpersonenverkehr

  • Schiene im ersten Quartal mit leichtem Rückgang der Verkehrsleistung (–0,2%). Witterungsbedingte Einschränkungen dämpften die Entwicklung. GDL-Streiks trugen im weiteren Jahresverlauf zum deutlichen Rückgang des Fahrgastaufkommens bei.
  • Per März 2015 Zuwächse im Schienenpersonenfernverkehr bei Verkehrsleistung (+1,5%) und Fahrgastaufkommen (+0,3%). Angebotsreduktion HKX seit März 2014 und Angebotseinstellung InterConnex seit Dezember 2014 sowie Nachfrageverlagerungen zu motorisier-tem Individualverkehr und Fernbusanbietern. Streiks im Luftverkehr zu Jahresanfang wirkten positiv.
  • Leichte Rückgänge im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bei Verkehrsleistung (–1,2%) und Fahrgastzahlen (–0,1%).
  • Verkehrsleistung des DB-Konzerns per Juni 2015 deutlich rückläufig (–2,1%) mit kräftigeren Einbußen bei DB Bahn Regio (–2,8%) infolge von Ausschreibungsverlusten, DB Bahn Fernverkehr mit Rückgang von 1,2% nach robustem Zuwachs zum Jahresanfang (+1,8% per März).
  • DB-konzernexterne Bahnen im ersten Quartal mit überdurchschnittlichem Wachstum im Nahverkehr (+5,7%) und Rückgang im Fernverkehr als Folge des HKX-Rückzugs.

Öffentlicher Straßenpersonenverkehr

  • Per März 2015 mit Leistungsplus durch Zuwachs im U- und Straßenbahnverkehr (+1,5%) sowie durch expandierenden Buslinienfernverkehr insbesondere auf grenzüberschreitenden Strecken bei leichter Steigerung der Verkehrsleistung im Busliniennahverkehr (+0,4%) und gleichzeitig schrumpfendem Aufkommen (–0,3%) durch rückläufige Schüler- und Auszubildendenzahlen. 

Luftverkehr

  • Per März 2015 mit leichtem Rückgang (–0,4%) infolge von zahlreichen intensiven Streikphasen.
  • Aufgrund von Hedging-Verträgen profitierten Airlines nur teilweise von deutlich gesunkenen Kerosinpreisen.
  • Intensiver intramodaler Wettbewerb durch Einstieg von Ryanair.
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