Seefracht

Mit einem Wachstum von rund 4% verzeichnete die globale Seefracht im ersten Halbjahr 2015 eine positive Entwicklung. Insbesondere die Volumina nach Nordamerika aus Europa (+7%) und Asien (+4%) trugen zum Wachstum bei. Eine der volumenstärksten Handelsrouten Asien – Europa zeigte einen leichten Rückgang von rund 1%. Grund hierfür ist unter anderem die anhaltende Euro-Schwäche.

Der Nachfrageentwicklung steht ein Überangebot an Schiffskapazitäten gegenüber. Die unausgewogene Angebots- und Nachfragesituation übt weiterhin Druck auf die Frachtraten aus. Um die finanzielle Situation zu meistern, haben die Carrier in den vergangenen Monaten mehrfach versucht, die Raten in Form von pauschalen Erhöhungen (General Rate Increases) anzuheben. Diese konnten nur teilweise implementiert werden, wobei das Preisniveau auch nur kurzfristig anhielt. Nach einem guten Auftaktquartal drohen vielen Linienreedereien wieder Verluste.

Der Markt profitiert weiterhin von den günstigen Treibstoffpreisen. Diese lagen unter Vorjahresniveau, steigen jedoch tendenziell wieder leicht an.

Bei DB Schenker Logistics ging das Volumen im ersten Halbjahr 2015 zurück (–3,5%).

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