Deutscher Güterverkehr

Die Gesamtnachfrage auf dem Güterverkehrsmarkt entwickelte sich in einem anhaltend herausfordernden Umfeld weiter positiv.

  • Während der Güterverkehr vom anziehenden Warenhandel profitierte, fielen die Impulse aus maßgeblichen Industriebranchen eher durchwachsen aus.
  • Unter den Verkehrsträgern profitierten der Lkw und das Binnenschiff von den gesunkenen Kraftstoffpreisen.
  • Der Preis- und Wettbewerbsdruck hat sich sowohl inter- als auch intramodal weiter erhöht.
  • Schienenverkehr streikbedingt und wegen nachteiliger (Energie-)Kostenentwicklung rückläufig. 

Schiene

  • Rückgang der Verkehrsleistung bis April 2015 (–2,5%) infolge von Verlagerungen, nachteiliger Kostenentwicklung, teils verhaltener Konjunkturimpulse sowie witterungsbedingt.
  • DB-Verkehrsleistung sank im ersten Halbjahr 2015 vor allem streikbedingt deutlich (–7,3%).
  • DB-konzernexterne Bahnen profitierten stark von intramodalen Verkehrsverlagerungen und steigerten ihre Verkehrsleistung bis April 2015 um über 7%. Starke Zuwächse gab es im Kombinierten Verkehr (KV) sowie in den Bereichen Mineralölerzeugnisse und Automotive, Transporte von Baustoffen und Kohle gingen zurück.
  • Der intramodale Marktanteil DB-konzernexterner Bahnen stieg bis April branchenübergreifend auf rund 35%; im KV überschritt der Anteil die 50%-Marke. 

Straße

  • Verkehrsleistungsanstieg bis März 2015 nach eigenen Berechnungen um rund 2%.
  • Schwächeren Impulsen aus bedeutender Baubranche standen vor allem positive Außenhandelseffekte gegenüber (Euro-Schwäche/positive Konsumstimmung).
  • Straße profitiert von niedrigeren Diesel-/Mautkosten sowie Verkehrsverlagerungen infolge der GDL-Streiks.
  • Gesamtwachstum Straße wurde gemäß Mautstatistik des Bundesamtes für Güterverkehr von im Ausland zugelassenen Fahrzeugen getragen, allen voran weiter Lkw aus Kroatien, Rumänien, Bulgarien und Polen. 

Binnenschiff

  • Starker Anstieg der Verkehrsleistung im ersten Quartal 2015 (+7,7%).
  • Positiv wirkten vor allem zweistellige Wachstumsraten bei Kokerei-/Mineralölerzeugnissen, Kohle, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und im Stahlbereich. Auch Zahl der transportierten Container legte deutlich zu.
  • Rückgänge gab es bei Papier/Holz, Mineralerzeugnissen und Sekundärrohstoffen.
  • Binnenschifffahrt profitierte vor allem von günstigerer Kostenentwicklung (Gasöl) und steigenden Mengen über die ARA-Häfen. Auch streikbedingte Verlagerungen dürften das Wachstum gestützt haben. 
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