Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Kontraktlogistik/SCM wachstumsstärkste Sparte.
  • Intensives Wettbewerbsumfeld.
  • Starker Einfluss von Währungskurseffekten.
  

 

1. Halbjahr

Veränderung

DB Schenker Logistics

2015

2014

absolut

%

Sendungen im europäischen Landverkehr in Tausend

50.862

48.985

+1.877

+3,8

Luftfrachtvolumen (Export)
in Tausend t

545,8

540,0

+5,8

+1,1

Seefrachtvolumen (Export)
in Tausend TEU

953,8

988,1

–34,3

–3,5

Gesamtumsatz in Mio. €

7.756

7.407

+349

+4,7

Außenumsatz missing image file in Mio. €

7.728

7.385

+343

+4,6

Rohertrag in Mio. €

2.631

2.427

+204

+8,4

Rohertragsmarge in %

33,9

32,8

EBITDA bereinigt in Mio. €

258

240

+18

+7,5

EBIT bereinigt in Mio. €

165

148

+17

+11,5

EBIT-Marge (bereinigt) missing image file in %

2,1

2,0

Brutto-Investitionen in Mio. €

82

88

–6

–6,8

Mitarbeiter per 30.06. in VZP65.56064.441+1.119+1,7

Die Umsatzentwicklung wurde im ersten Halbjahr 2015 maßgeblich durch Währungskurseffekte beeinflusst. Bereinigt um Währungskurseffekte lag der Umsatz nur leicht über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Am dynamischsten war die Entwicklung in der Kontraktlogistik und in den Regionen Südost, West und Americas.

Der Materialaufwand wurde durch Währungskurseffekte negativ beeinflusst und stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 an. Währungskursbereinigt war die Entwicklung rückläufig, insbesondere in der Luft- und Seefracht.

Der Rohertrag stieg an, auch währungskursbereinigt. Treiber war die Entwicklung in der Kontraktlogistik. Im Vergleich zum Umsatz stieg der Rohertrag überproportional, daher entwickelte sich auch die Rohertragsmarge positiv.

Der Personalaufwand liegt über dem Vorjahreszeitraum. Neben Währungskurseffekten ist dies insbesondere auf eine gestiegene Mitarbeiterzahl in der Kontraktlogistik infolge der positiven Geschäftsentwicklung zurückzuführen.

Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT entwickelten sich über dem Vorjahresniveau. Basis hierfür war die positive Entwicklung in der Kontraktlogistik.

Die Brutto-Investitionen lagen unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2014. Der Rückgang resultierte überwiegend aus der Entwicklung in den Regionen Asien/Pazifik sowie Central. Die Investitionsschwerpunkte lagen nach wie vor in der Region Europa, insbesondere auf Neubauprojekten und Erweiterungsinvestitionen in Deutschland, Schweden, Finnland, Österreich und Frankreich. Weitere größere Investitionen waren zudem Projekte für die Einführung neuer IT-Systeme.

Der Anstieg der Mitarbeiterzahl per 30. Juni 2015 wurde im Wesentlichen durch gestiegene Geschäftsaktivitäten in der Kontraktlogistik getrieben. 

Sparte Europäischer Landverkehr

  • Anhaltend sehr wettbewerbsintensives Marktumfeld führt zu starkem Preisdruck, Preismaßnahmen nur punktuell durchsetzbar.
  • Ausbau und Optimierung des Netzwerks. Innerhalb der Bereiche System- und Direktverkehre stärkere Fokussierung auf internationale Verkehre.
  • Weitere Optimierung der IT-Landschaft.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung

Europäischer Landverkehr

Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Sendungen im europäischen Landverkehr in Tausend

50.862

48.985

+1.877

+3,8

Gesamtumsatz

3.198

3.216

–18

–0,6

Außenumsatz

3.174

3.197

–23

–0,7

EBITDA bereinigt

96

100

–4

–4,0

EBIT bereinigt

51

53

–2

–3,8

Mitarbeiter per 30.06. in VZP24.54224.720–178–0,7

Das Sendungsvolumen verzeichnete infolge positiver Entwicklungen sowohl im Bereich System- und Direktverkehre als auch im Paketgeschäft im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 einen Anstieg.

Trotz des steigenden Sendungsaufkommens entwickelte sich der Umsatz schwächer als im ersten Halbjahr 2014. Bereinigt um negative Währungskurseffekte lag der Umsatz jedoch leicht über dem ersten Halbjahr 2014.

Der Materialaufwand ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 leicht zurück. Währungskursbereinigt blieb der Materialaufwand auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Personalaufwand erhöhte sich infolge von Gehaltsanpassungen sowie Währungskurseffekten.

Der leichte Umsatzrückgang wurde nur teilweise durch die Entwicklung der Aufwendungen kompensiert. Dementsprechend verschlechterte sich die operative Ergebnisentwicklung. Insgesamt gingen das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT zurück. Währungskursbereinigt war der Rückgang etwas geringer.

Die Mitarbeiterzahl ist per 30. Juni 2015 leicht rückläufig.

Sparte Luft- und Seefracht

  • Maßnahmen zu Produktivitätssteigerungen und Kostenoptimierungen eingeleitet, unter anderem zur Optimierung der Containerauslastung in der Seefracht und zur weiteren Verbesserung des Frachtmixes in der Luftfracht (Konsolidierungsbereich).
  • Differenzierte Leistungsentwicklung auf einzelnen Routen.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung

LUFT- UND SEEFRACHT

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN 
[IN MIO. €]

2015

2014

absolut

%

Luftfrachtvolumen (Export) 
in Tausend t

545,8

540,0

+5,8

+1,1

Seefrachtvolumen (Export) 
in Tausend TEU

953,8

988,1

–34,3

–3,5

Gesamtumsatz

3.427

3.225

+202

+6,3

Außenumsatz

3.424

3.223

+201

+6,2

EBITDA bereinigt

102

98

+4

+4,1

EBIT bereinigt

87

82

+5

+6,1

Mitarbeiter per 30.06. in VZP20.17720.669–492–2,4

Die Leistungsentwicklung war im ersten Halbjahr 2015 differenziert:

  • In der Luftfracht stiegen die Volumina leicht an. Maßgeblich hierfür waren vor allem die transpazifischen Verkehre, die Relationen zwischen Europa und Asien sowie die innerasiatischen Verkehre. Gegenläufig nahm die Volumenentwicklung auf den transatlantischen Routen sowie auf den Verkehren von und nach Lateinamerika ab.
  • Das Seefrachtvolumen ging zurück. Hier wirkten vor allem die Rückgänge auf den Relationen Asien – Europa infolge der schwachen Entwicklung chinesischer Exporte sowie bei den innereuropäischen Verkehren infolge der Russland-Sanktionen negativ. Auch die transpazifischen Verkehre verzeichneten rückläufige Volumina. Positive Entwicklungen unter anderem der Verkehre in Asien sowie der transatlantischen Verkehre wirkten teilweise kompensierend.

Die Umsatzentwicklung war, getrieben durch Währungskurseffekte, positiv. Währungskursbereinigt erreichte die Seefracht das Niveau des ersten Halbjahrs 2014. Die Luftfracht entwickelte sich leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Währungskurseffekte wirkten sich gegenläufig nega-
tiv auf die Aufwandsentwicklung aus, da insbesondere die Kosten für eingekaufte Transportleistungen dadurch insgesamt stiegen. Währungskursbereinigt ist der Material-aufwand in der Luft- und Seefracht gesunken.

Auch der Personalaufwand stieg vor allem währungskursbedingt. Auch währungskursbereinigt ist ein leichter Anstieg infolge von Gehaltsanpassungen zu verzeichnen.

Insgesamt war die operative Ergebnisentwicklung in den Bereichen Luft- und Seefracht positiv. Das operative Ergebnis der Seefracht entwickelte sich auch bereinigt um Währungskurseffekte positiv.

Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum 30. Juni 2014 zurückgegangen.

Sparte Kontraktlogistik/SCM

  • Die Entwicklung in der Kontraktlogistik ist auch im ersten Halbjahr 2015 anhaltend dynamisch geblieben.
  • Erneut wachstumsstärkste Sparte von DB Schenker Logistics.
  • Kapazitätsausbau im Fokus: weltweite Inbetriebnahme neuer und Ausbau bestehender Logistikzentren.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung

Kontraktlogistik/SCM

Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Gesamtumsatz

1.130

966

+164

+17,0

Außenumsatz

1.130

965

+165

+17,1

EBITDA bereinigt

72

54

+18

+33,3

EBIT bereinigt

45

29

+16

+55,2

Mitarbeiter per 30.06. in VZP19.95318.514+1.439+7,8

Die Umsatzentwicklung in der Sparte Kontraktlogistik/SCM war im ersten Halbjahr 2015 anhaltend deutlich positiv. Hier machte sich die gute Geschäftsentwicklung im Bestands- und Neukundengeschäft bemerkbar. Gesamt- und Außenumsatz entwickelten sich dementsprechend sehr erfreulich. Hier wirkten auch positive Währungskurseffekte, sodass die Entwicklung währungskursbereinigt weniger dynamisch verlief.

Mit der Geschäftsausweitung stiegen auch der Materialaufwand sowie infolge der höheren Mitarbeiterzahl und von Gehaltsanpassungen der Personalaufwand.

Die operative Ergebnisentwicklung war positiv, das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT stiegen deutlich.

Die dynamische Geschäftsentwicklung spiegelte sich auch in einem Anstieg der Zahl der Mitarbeiter wider.

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