Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Anhaltend intensives Wettbewerbsumfeld.
  • GDL-Streiks mit negativem Einfluss.
  • Leistungsverluste in einigen Bereichen.
  

 

1. Halbjahr

Veränderung


DB Bahn Regio

2015

2014

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene in %

95,0

96,0

Pünktlichkeit Regionalzüge   in %

93,1

94,5

Pünktlichkeit S-Bahnen
Wechselstrom   in %

95,0

96,3

Pünktlichkeit S-Bahnen
Gleichstrom   in %

97,9

98,0

Reisende in Mio.

1.264

1.284

–20

–1,6

     davon Fernbus

0,3

0,3

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

24.771

25.503

–732

–2,9

      davon Fernbus

79,2

91,7

–12,5

–13,6

Gesamtumsatz in Mio. €

4.254

4.438

–184

–4,1

Außenumsatz   in Mio. €

4.205

4.386

–181

–4,1

Bestellerentgelte Schiene in Mio. €

1.910

2.116

–206

–9,7

EBITDA bereinigt in Mio. €

666

776

–110

–14,2

EBIT bereinigt in Mio. €

348

485

–137

–28,2

Brutto-Investitionen in Mio. €

339

707

–368

–52,1

Mitarbeiter per 30.06. in VZP36.62936.842–213–0,6

Die Pünktlichkeit bei DB Bahn Regio sank im ersten Halbjahr 2015. Die Pünktlichkeit der Regionalzüge und der S-Bahnen hat sich infolge der Streiks der GDL sowie aufgrund von Witterungseinflüssen verschlechtert. Die Pünktlichkeit der S-Bahnen Wechselstrom wurde insbesondere durch den niedrigen Wert bei der S-Bahn Rhein-Main (Hochlaufphase des neuen Verkehrsvertrags seit Fahrplanwechsel im Dezember 2014) beeinträchtigt.

Die Leistungsentwicklung war im ersten Halbjahr 2015 rückläufig. Sowohl in der Sparte Schiene als auch in der Sparte Bus nahm die Verkehrsleistung ab. Im Schienenverkehr wirkten sich Ausschreibungsverluste und die Streiks der GDL, im Busverkehr Leistungsverluste und Angebotsanpassungen negativ aus.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsfelds DB Bahn Regio ist insbesondere durch die Entwicklung der umsatz- und leistungsstärkeren Sparte Schiene geprägt. Daher hatten die hier zu verzeichnenden Umsatzrückgänge, die vor allem auf die Entwicklung der Bestellerentgelte zurückzuführen sind, einen negativen Effekt für das Geschäftsfeld insgesamt. Maßgeblich für den Rückgang der Bestellerentgelte waren Leistungsverluste sowie Rückzahlungen beziehungsweise Kürzungen unter anderem infolge der GDL-Streiks. Die Sparte Bus leistete dagegen mit leicht gestiegenen Gesamtumsatzerlösen einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung, der den Rückgang in der Sparte Schiene jedoch nicht kompensieren konnte.

Einen Zuwachs verzeichneten hingegen die sonstigen betrieblichen Erträge infolge höherer Schadenersatzzahlungen sowie des Verkaufs von Material und Fahrzeugen.

Der Materialaufwand (+0,3%) ist vor allem infolge höherer Vertriebsprovisionen sowie höherer Aufwendungen für Instandhaltung leicht angestiegen. Rückläufige Aufwendungen für Energie wirkten gegenläufig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+3,5%) stiegen infolge höherer Rückstellungsbildungen an.

Der Personalaufwand stieg tarifbedingt ebenfalls an (+2,3%). Die geringere Zahl der Mitarbeiter wirkte gegenläufig.

Insgesamt entwickelte sich die Ergebnissituation, getrieben durch die Sparte Schiene, negativ. Die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT sind spürbar gesunken.

Die Brutto-Investitionen nahmen infolge des Abschlusses von zwei großen Fahrzeugbeschaffungsprojekten im Vorjahr deutlich ab.

Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2014. Die Zuwächse in der Sparte Bus wurden dabei durch einen Rückgang in der Sparte Schiene infolge von Leistungsverlusten überkompensiert. 

Sparte Schiene

  • GDL-Streiks mit negativem Einfluss.
  • Leistungsverluste in einigen Regionen.
  • Belastungen durch steigende Faktorkosten.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


Sparte Schiene 
Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Reisende in Mio.

949,7

967,5

–17,8

–1,8

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

21.181

21.826

–645

–3,0

Betriebsleistung in Mio. Trkm

234,7

242,1

–7,4

–3,1

Gesamtumsatz

3.783

3.963

–180

–4,5

Außenumsatz

3.595

3.774

–179

–4,7

Bestellerentgelte Schiene

1.910

2.116

–206

–9,7

EBITDA bereinigt

599

704

–105

–14,9

EBIT bereinigt

310

444

–134

–30,2

Brutto-Investitionen

324

674

–350

–51,9

Mitarbeiter per 30.06. in VZP27.84428.300–456–1,6

Die Leistungsentwicklung in der Sparte Schiene war geprägt durch eine rückläufige Verkehrs- und Betriebsleistung. Die Leistungsverluste betreffen vor allem die Regionen Südwest, Südost und Nord. Zudem belasteten Streikeffekte die Entwicklung. Die Zahl der Reisenden ging ebenfalls zurück.

Getrieben durch die Leistungsrückgänge sanken die Umsatzerlöse und Bestellerentgelte. Sowohl der Gesamt- als auch der Außenumsatz verringerte sich. Preisbedingt höhere Verbunderlöse wirkten dabei dämpfend.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+67,4%) stiegen infolge von Schadenersatzleistungen an.

Leistungsbedingt rückläufige Aufwendungen für Energie wurden durch höhere Vertriebsprovisionen sowie höhere Aufwendungen für Instandhaltung kompensiert. Dies führte zu einem gestiegenen Materialaufwand (+0,7%).

Der Personalaufwand (+1,4%) stieg trotz eines Personalrückgangs tarifbedingt an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+2,5%) stiegen ebenfalls an. Dies resultierte vor allem aus Rückstellungsbildungen für Drohverluste. Kompensiert wurde diese Entwicklung infolge von Einsparungen für bezogene Dienstleistungen.

Infolge von Fahrzeugzugängen stiegen die Abschreibungen (+11,3%) deutlich.

Der Anstieg der Aufwendungen für Personal und Material konnte durch die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge überkompensiert werden. Im Ergebnis konnten die geringeren Umsatzerlöse jedoch nicht ausgeglichen werden, sodass es zu einem Rückgang des bereinigten EBITDA und des bereinigten EBIT kam.

Die Brutto-Investitionen lagen deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2014. Dies resultierte insbesondere aus höheren Fahrzeugzugängen im ersten Halbjahr 2014 für die S-Bahn Stuttgart und die S-Bahn Rhein-Main.

Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich infolge von Leistungsverlusten per 30. Juni 2015. 

Sparte Bus

  • Zunehmender Wettbewerb und demografischer Wandel sorgen für einen Leistungsrückgang und dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung.
  • Optimierung des Geschäftsportfolios wirkt positiv.
  • Belastungen durch steigende Faktorkosten.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


Sparte Bus 
Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Reisende in Mio.

314,7

316,3

–1,6

–0,5

     davon Fernbus

0,3

0,3

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

3.590

3.678

–88

–2,4

     davon Fernbus

79,2

91,7

–12,5

–13,6

Betriebsleistung in Mio. Buskm

278,7

279,9

–1,2

–0,4

Gesamtumsatz

661

657

+4

+0,6

Außenumsatz

610

613

–3

–0,5

EBITDA bereinigt

67

73

–6

–8,2

EBIT bereinigt

38

41

–3

–7,3

Brutto-Investitionen

15

33

–18

–54,5

Mitarbeiter per 30.06. in VZP8.7858.542+243+2,8

Die Leistungsentwicklung im Busverkehr war im ersten Halbjahr 2015 rückläufig. Die Verkehrsleistung war hauptsächlich durch rückläufige Fahrgastzahlen sowie die Reduzierung von Fernbusleistungen geprägt. Ausschreibungsverluste konnten nicht durch neu gewonnene Verkehre ausgeglichen werden, sodass auch die Betriebsleistung zurückging.

Die Umsatzentwicklung verlief positiver als die Leistungsentwicklung. Hier konnte der leicht rückläufige Außenumsatz unter anderem infolge geringerer Umsätze aus Fernbuslinien durch höhere Umsätze aus Schienenersatzverkehren kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen infolge höherer Erträge insbesondere aus dem Verkauf von Fahrzeugen.

Der Materialaufwand (–0,1%) lag auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2014. Die Einsparungen für Energie infolge niedrigerer Dieselpreise wurden im Wesentlichen durch gestiegene Aufwendungen für Auftragnehmer und Instandhaltungsleistungen kompensiert.

Der Personalaufwand (+6,2%) erhöhte sich mengen-und tarifbedingt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich unter anderem aufgrund gestiegener Beratungsleistungen. Die Abschreibungen verringerten sich infolge von geringeren Investitionen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014.

Infolge der gestiegenen Produktionskosten (insbesondere Personalaufwand) sanken das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT.

Aufgrund der im ersten Halbjahr 2014 durchgeführten umfangreichen Fahrzeugbeschaffungen für gewonnene Neuverkehre gingen die Brutto-Investitionen stark zurück.

Die Zahl der Mitarbeiter ist per 30. Juni 2015 im Wesentlichen durch die Aufnahme von Neuverkehren in den Regionen Hessen und Ost angestiegen.

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