Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Preissensibler, wettbewerbsintensiver Markt.
  • Beeinträchtigungen durch Streiks der GDL.
  • Positive Entwicklung der Verkehrsleistung beim Fernbus.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


DB Bahn Fernverkehr

2015

2014

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene   in %

78,8

81,0

Anschlussgrad Fernverkehr/
Fernverkehr in %

87,7

88,1

Reisende Schiene in Mio.

60,3

62,2

–1,9

–3,1

Reisende Fernbus in Mio.

0,4

0,2

+0,2

+100

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

17.044

17.250

–206

–1,2

Verkehrsleistung Fernbus in Mio. Pkm

96,5

71,0

+25,5

+35,9

Betriebsleistung in Mio. Trkm

67,4

71,6

–4,2

–5,9

Auslastung in %

49,1

47,7

Gesamtumsatz in Mio. €

1.875

1.979

–104

–5,3

Außenumsatz   in Mio. €

1.800

1.904

–104

–5,5

EBITDA bereinigt in Mio. €

197

285

–88

–30,9

EBITDA-Marge (bereinigt)   in %

10,5

14,4

EBIT bereinigt in Mio. €

58

123

–65

–52,8

Brutto-Investitionen in Mio. €

141

116

+25

+21,6

Mitarbeiter per 30.06. in VZP16.36816.844–476–2,8

Bei der Pünktlichkeit ist der Halbjahresdurchschnittswert spürbar zurückgegangen. Betriebserschwernisse aufgrund mehrerer Orkantiefs und die Streiks der GDL verhinderten eine bessere Pünktlichkeit. Der Anschlusserreichungsgrad Fernverkehr auf Fernverkehr ging in der Folge leicht zurück.

Die Streiks der GDL, Leistungskürzungen im Auto- und Nachtzuggeschäft sowie die verschärfte Wettbewerbssituation durch die Entwicklung auf dem Fernbusmarkt führten zu einem Rückgang der Reisendenzahl und der Verkehrsleistung. In diesem Zusammenhang verzeichnete die Betriebsleistung im ersten Halbjahr 2015 ebenfalls einen Rückgang. Die Auslastung der Züge stieg leicht
an, was auf streikbedingte Effekte zurückzuführen ist. Gegenläufig erhöhten sich die Zahl der Reisenden und die Verkehrsleistung beim Fernbus infolge der Ausweitung des Geschäfts.

In diesem Umfeld entwickelte sich der Umsatz schwächer als im ersten Halbjahr 2014. Sowohl der Gesamt- als auch der Außenumsatz ging zurück. Angebotsmaßnahmen wirkten dabei gegenläufig stützend.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+1,2%) stiegen unter anderem aufgrund höherer Entschädigungen für Fahrzeugunfälle sowie höherer Leistungen für Drittbahnen. Gegenläufig wirkten geringere Erträge aus Fahrzeugverkäufen sowie Rückstellungsauflösungen.

Der Materialaufwand (–2,5%) verringerte sich. Treiber hierfür waren geringere Infrastrukturkosten infolge der gesunkenen Betriebsleistung.

Der Personalaufwand (+2,7%) lag infolge von Tarifsteigerungen über dem Vorjahreswert.

Die Abschreibungen (–14,2%) gingen infolge eines Rückgangs bei den Baureihen ICE 3 und ICE T stark zurück. Gegenläufig wirkten die Fahrzeugbeschaffungen der ICE 3 der Baureihe (BR) 407.

Insgesamt konnte die Umsatzentwicklung nur teilweise durch den Rückgang der Aufwendungen kompensiert werden, sodass es zu einer deutlichen Verschlechterung des bereinigten EBITDA und des bereinigten EBIT kam.

Die Brutto-Investitionen sind vor allem aufgrund von Fahrzeugbeschaffungen und Werkstattprojekten gestiegen.

Die Zahl der Mitarbeiter ging per 30. Juni 2015 aufgrund von Anpassungen im Leistungsumfang unter anderem im Auto- und Nachtzugverkehr zurück. 

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