Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Anhaltend schwache Umfeldbedingungen.
  • Positive Effekte aus neuen Verträgen.
  • Spürbare Auswirkungen von Währungskurseffekten.
  

 

1. Halbjahr

Veränderung


DB Arriva

2015

2014

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene    in %

93,5

92,0

Reisende in Mio.

814,5

823,4

–8,9

–1,1

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

4.300

4.196

+104

+2,5

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

65,6

64,3

+1,3

+2,0

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

509,3

498,3

+11,0

+2,2

Gesamtumsatz in Mio. €

2.375

2.210

+165

+7,5

Außenumsatz    in Mio. €

2.372

2.208

+164

+7,4

EBITDA bereinigt in Mio. €

224

219

+5

+2,3

EBIT bereinigt in Mio. €

101

104

–3

–2,9

Brutto-Investitionen in Mio. €

96

75

+21

+28,0

Mitarbeiter per 30.06. in VZP45.33645.814–478–1,0

Die Pünktlichkeit im Schienenpersonenverkehr (Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande und Polen) ist im ersten Halbjahr 2015 infolge des Wegfalls witterungsbedingter Beeinträchtigungen im ersten Halbjahr 2014 gestiegen.

Die Entwicklung der Reisendenzahl ging leicht zurück. Während die Zahl der Reisenden im Schienenverkehr zunahm, ging die Entwicklung im Busverkehr zurück. Haupttreiber war das verringerte Betriebsvolumen im Londoner Busmarkt. Die Verkehrsleistung im Schienenverkehr stieg infolge erhöhter Reisendenzahlen insbesondere aufgrund des Wegfalls witterungsbedingter Beeinträchtigungen.

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf neu aufgenommene Verkehre in den Niederlanden und positive Währungskurseffekte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die Restrukturierung von TGM und der Verkauf von The Original London Sightseeing Tour Ltd. (TOT), London/Großbritannien, im zweiten Halbjahr 2014.

Der geringere Materialaufwand (–5,4%) geht maßgeblich auf niedrigere Trassennutzungsaufwendungen bei UK Trains und gesunkene Treibstoffkosten zurück.

Der Personalaufwand (+10,1%) stieg hingegen an, was insbesondere durch Währungskurseffekte und eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl infolge von Neuverkehren in den Niederlanden begründet ist.

Das bereinigte EBIT ging vor allem infolge geringerer Unterstützungsleistungen für das Cross-Country-Franchise zurück. Neuverkehre in den Niederlanden wirkten gegenläufig positiv.

Die Brutto-Investitionen sind im ersten Halbjahr 2015 angestiegen. Dies resultierte hauptsächlich aus zeitlichen Zugangseffekten im Zusammenhang mit der Neuanschaffung von Bussen, die sich im Jahresverlauf ausgleichen werden.

Die Mitarbeiterzahl ist gegenüber dem 30. Juni 2014 aufgrund der Restrukturierung von TGM, des Verkaufs von TOT und des Verlusts von Linien in London gesunken. Diese Effekte wurden teilweise durch die neu aufgenommenen Verkehre in den Niederlanden ausgeglichen.

Sparte UK Bus

  • Hoher Wettbewerbsdruck im Londoner Markt.
  • Spürbar positive Währungskurseffekte.
  • Negative Umsatzeffekte durch Restrukturierung von TGM und Verkauf von TOT.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


Sparte UK Bus 
Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Reisende in Mio.

350,7

371,7

–21,0

–5,6

Betriebsleistung in Mio. Buskm

188,9

195,3

–6,4

–3,3

Gesamtumsatz

673

651

+22

+3,4

Außenumsatz

668

634

+34

+5,4

EBITDA bereinigt

97

92

+5

+5,4

EBIT bereinigt

51

48

+3

+6,3

Brutto-Investitionen

67

35

+32

+91,4

 Mitarbeiter per 30.06. in VZP16.76417.857–1.093–6,1

Die Leistungsentwicklung im Busgeschäft in Großbritannien verlief im ersten Halbjahr 2015 negativ. Die Betriebsleistung sank aufgrund des Verlusts von Linien sowie Streiks in London. Dementsprechend ging auch die Zahl der Reisenden zurück.

Infolge positiver Währungskurseffekte war ein Umsatzwachstum zu verzeichnen. Währungskursbereinigt lag der Umsatz leistungsbedingt sowie durch den Verkauf von TOT und die Restrukturierung von TGM unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Der Materialaufwand (–8,4%) ist vor allem infolge leistungsbedingt niedrigerer Energiekosten gesunken. Der Personalaufwand (+8,7%) ist währungskursbedingt gestiegen. Währungskursbereinigt kam es zu einem Rückgang der Personalkosten infolge eines gesunkenen Mitarbeiterbestands.

Die währungskursbedingt positive Umsatzentwicklung kompensierte die gestiegenen Aufwandsbelastungen und führte zu einem leichten Anstieg des operativen Ergebnisses. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT lagen über dem Wert aus dem ersten Halbjahr 2014.

Zeitliche Effekte im Zusammenhang mit dem Zugang bei der Neuanschaffung von Bussen führten zu einem deutlichen Anstieg der Brutto-Investitionen. Diese werden sich jedoch im weiteren Jahresverlauf wieder ausgleichen.

Die Zahl der Mitarbeiter sank, vor allem begründet durch die Restrukturierung von TGM, den Verkauf von TOT und den Verlust von Linien in London.

Sparte UK Trains

  • Angebotsausweitung bei Grand Central.
  • Veränderungen bei Unterstützungsleistungen dämpften Ergebnis.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


Sparte UK TRains 

Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Reisende in Mio.

63,9

61,2

+2,7

+4,4

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

3.180

3.055

+125

+4,1

Betriebsleistung in Mio. Trkm

37,7

36,9

+0,8

+2,2

Gesamtumsatz

812

711

+101

+14,2

Außenumsatz

797

699

+98

+14,0

EBITDA bereinigt

20

23

–3

–13,0

EBIT bereinigt

6

11

–5

–45,5

Brutto-Investitionen

7

5

+2

+40,0

Mitarbeiter per 30.06. in VZP5.5885.485+103+1,9

Die Leistungsentwicklung im ersten Halbjahr 2015 verlief positiv. Die Entwicklung der Betriebsleistung wurde durch schlechte Witterungsbedingungen gedämpft, die unter anderem auch zu zeitweisen Streckensperrungen führten.

Auch die Umsatzentwicklung war im ersten Halbjahr 2015 positiv, aber primär durch Währungskurseffekte getrieben. Zudem wirkte sich auch das Umsatzwachstum bei Grand Central positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Negative Umsatzeffekte resultierten aus geringeren Unterstützungsleistungen für das Cross-Country-Franchise.

Die Entwicklung des Materialaufwands wurde negativ durch Währungskurseffekte und positiv durch geringere Trassennutzungskosten beeinflusst. Die positive Entwicklung der Trassenaufwendungen wurde allerdings kompensiert durch damit einhergehende geringere Unterstützungszahlungen beziehungsweise gestiegene Franchisezahlungen.

Gegenläufig stieg der Personalaufwand infolge von Währungskurseffekten, einer höheren Mitarbeiterzahl sowie von Tariferhöhungen und steigenden Pensionsauf-
wendungen.

Insgesamt verschlechterten sich die bereinigten Ergebnisgrößen. Das bereinigte EBITDA und EBIT gingen deutlich zurück. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf geringere Unterstützungsleistungen sowie erhöhte Pensionsaufwendungen, die nur teilweise durch Umsatzzuwächse bei Grand Central kompensiert werden konnten.

Die Brutto-Investitionen blieben auf niedrigem Niveau annähernd unverändert.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 infolge von Neueinstellungen.

Sparte Mainland Europe

  • Positive Effekte aus im Dezember 2014 neu aufgenommenen Verkehren in den Niederlanden.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung


Sparte Mainland Europe 
Ausgewählte Kennzahlen 
[in Mio. €]

2015

2014

absolut

%

Reisende Schiene in Mio.

49,9

50,2

–0,3

–0,6

Reisende Bus in Mio.

350,0

340,2

+9,8

+2,9

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

1.120

1.142

–22

–1,9

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

27,9

27,4

+0,5

+1,8

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

320,4

303,0

+17,4

+5,7

Gesamtumsatz

937

905

+32

+3,5

Außenumsatz

907

875

+32

+3,7

EBITDA bereinigt

127

116

+11

+9,5

EBIT bereinigt

62

55

+7

+12,7

Brutto-Investitionen

21

35

–14

–40,0

Mitarbeiter per 30.06. in VZP22.74222.298+444+2,0

In der Sparte Mainland Europe wurde die Entwicklung vor allem durch die Auswirkungen von Neuverkehren in den Niederlanden geprägt.

Die Zahl der Reisenden im Schienenverkehr war im ersten Halbjahr 2015 leicht rückläufig, während die Betriebsleistung leicht zunahm. Die Verkehrsleistung im Schienenverkehr verringerte sich. Im Busverkehr konnte ein Anstieg der Zahl der Reisenden und der Betriebsleistung verzeichnet werden, was aus den neu aufgenommenen Verkehren in den Niederlanden resultierte.

Die Umsatzentwicklung gestaltete sich insgesamt positiv. Sowohl der Gesamt- als auch der Außenumsatz stiegen an. Treiber hierfür war die Neuaufnahme von Verkehren in den Niederlanden.

Aufwandsseitig ging der Materialaufwand (–4,5%) infolge geringerer Dieselpreise sowie rückläufiger eingekaufter Transportleistungen zurück. Der Personalaufwand (+5,2%) stieg hingegen an, was maßgeblich durch eine höhere Mitarbeiterzahl begründet ist.

Insgesamt zeigten sich die bereinigten Ergebnisgrößen verbessert. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT stiegen jeweils an.

Die Brutto-Investitionen waren im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum rückläufig. Grund für diesen Rückgang sind im Vorjahr getätigte Investitionen für Neuverkehre in den Niederlanden, Italien und Dänemark.

Die Zahl der Mitarbeiter ist per 30. Juni 2015 im Wesentlichen infolge gewonnener Verkehrsverträge in den Niederlanden angestiegen. 

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