Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Positive Effekte aus höherer Nachfrage und Preismaßnahmen.
  • Beeinträchtigungen infolge der Streiks der GDL.
  • Spürbare Belastungen auf der Kostenseite durch Tarifsteigerungen.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung

DB Netze Fahrweg

2015

2014

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene DB-Konzern
in Deutschland  in %

94,4

95,5

Pünktlichkeit in Deutschland 1) in %

94,2

95,3

Betriebsleistung auf dem Netz
in Mio. Trkm

517,2

516,6

+0,6

+0,1

davon konzernexterne Bahnen

141,5

127,2

+14,3

+11,2

Anteil konzernexterner Bahnen
in %

27,4

24,6

Gesamtumsatz  in Mio. €

2.490

2.425

+65

+2,7

Außenumsatz in Mio. €

614

534

+80

+15,0

Anteil am Gesamtumsatz in %

24,7

22,0

EBITDA bereinigt in Mio. €

781

731

+50

+6,8

EBIT bereinigt  in Mio. €

313

267

+46

+17,2

Operatives Ergebnis nach Zinsen
in Mio. €

171

64

+107

+167

ROCE  in %

3,5

3,0

Capital Employed per 30.06. in Mio. €

18.082

17.687

+395

+2,2

Netto-Finanzschulden
per 30.06. in Mio. €

10.575

10.241

+334

+3,3

Tilgungsdeckung in %

12,0

10,3

Brutto-Investitionen in Mio. €

2.237

1.987

+250

+12,6

Netto-Investitionen in Mio. €

648

578

+70

+12,1

Mitarbeiter per 30.06. in VZP43.80643.320+486+1,1

1) DB-konzernexterne und -interne Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Die Pünktlichkeit der DB-konzernexternen und -internen Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2015 infolge der Streiks der GDL, einer planmäßig höheren Bautätigkeit auf dem Schienennetz sowie ungünstiger Witterungsbedingungen verschlechtert.

Im ersten Halbjahr 2015 stieg die Betriebsleistung auf dem Netz leicht infolge einer höheren Nachfrage DB-konzernexterner Kunden aus dem Regional- und Güterverkehr. Dämpfend wirkte der Nachfragerückgang DB-konzerninterner Kunden insbesondere des Personenverkehrs unter anderem infolge der Streiks der GDL.

Der Gesamtumsatz stieg infolge positiver Preiseffekte sowie leichter Mengeneffekte. In der Außenumsatzentwicklung spiegelt sich neben Preiseffekten die Nachfragesteigerung durch DB-konzernexterne Bahnen wider, die sich sowohl aufgrund von Verkehrsvertragsgewinnen im Regionalverkehr als auch von Zuwächsen im Schienengüterverkehr ergab.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+19,8%) erhöhten sich deutlich unter anderem aufgrund von saisonalen Effekten bei Ausgleichszahlungen für höhengleiche Kreuzungen sowie Grundstücksverkäufen und Rückstellungsauflösungen.

Der Materialaufwand (+3,5%) wuchs im ersten Halbjahr 2015 im Wesentlichen infolge gestiegener Aufwendungen für Winterdienst und Instandhaltungsleistungen sowie Schienentransportleistungen.

Der Personalaufwand (+6,6%) stieg aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl sowie tarifbedingt deutlich an.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+7,8%) ist unter anderem auf höhere Kosten für Projekte sowie saisonale Effekte zurückzuführen.

Die Abschreibungen (+0,8%) lagen leicht über dem Niveau des ersten Halbjahres 2014.

In Summe überstiegen die Ertragszuwächse die Aufwandsbelastungen, sodass das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT anstiegen.

Geringere Zinsaufwendungen führten im Wesentlichen zu einer Verbesserung des operativen Zinssaldos. Dementsprechend fiel der Anstieg des operativen Ergebnisses nach Zinsen noch deutlicher aus.

Der Anstieg im bereinigten EBIT führte zu einer Verbesserung des ROCE, gedämpft durch die Erhöhung des Capital Employed infolge der anhaltend hohen Investitionstätigkeit.

Unter anderem gestiegene Netto-Investitionen führten zu einem Anstieg der Netto-Finanzschulden. Die Tilgungsdeckung hat sich bei leicht erhöhten adjustierten Netto-Finanzschulden infolge eines Anstiegs des operativen Cashflows verbessert.

Die Brutto-Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum infolge eines erhöhten Projektvolumens für Maßnahmen im Bestandsnetz, wie Oberbau- und Brückensanierung oder Erneuerung von Leit- und Sicherungstechnik sowie sonstige konstruktive Ingenieurbauwerke.

Die Zahl der Mitarbeiter ist per 30. Juni 2015 vor allem aufgrund von Neueinstellungen im operativen Betrieb und in der Instandhaltung sowie infolge einer höheren Fertigungstiefe im Bereich der Fahrwegdienste angestiegen.

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