Entwicklung im ersten Halbjahr 2015

  • Deutlicher Rückgang der Mineralölpreise.
  • Zunehmender Wettbewerb infolge der Liberalisierung im Bahnstromnetz.
  • Steigende Energieumlagen infolge EEG-Novellierung.
  • Regulierungsanforderungen in den Geschäftsprozessen und IT-Systemen weiter verankert.
 

 

1. Halbjahr

Veränderung

DB Netze Energie

2015

2014

absolut

%

Versorgungssicherheit   in %

99,99

99,99

Traktionsstrom
(16,7 Hz und Gleichstrom) in GWh

4.290

5.114

–824

–16,1

Durchleitung Traktionsenergie
(16,7 Hz) in GWh

606,9

+606,9

Stationäre Energien
(50 Hz und 16,7 Hz) in GWh

6.635

5.624

+1.011

+18,0

Dieselkraftstoff in Mio. l

209,7

218,9

–9,2

–4,2

Gesamtumsatz   in Mio. €

1.392

1.416

–24

–1,7

Außenumsatz in Mio. €

552

533

+19

+3,6

EBITDA bereinigt in Mio. €

70

66

+4

+6,1

EBIT bereinigt in Mio. €

36

34

+2

+5,9

ROCE   in %

7,3

7,8

Capital Employed per 30.06. in Mio. €

981

868

+113

+13,0

Netto-Finanzschulden
per 30.06. in Mio. €

254

126

+128

+101

Tilgungsdeckung in %

27,0

32,4

Brutto-Investitionen in Mio. €

46

44

+2

+4,5

Netto-Investitionen in Mio. €

20

20

Mitarbeiter per 30.06. in VZP1.7521.770–18–1,0

Das hohe Niveau der Versorgungssicherheit konnte erneut beibehalten werden.

Die Entwicklung der Nachfrage nach Traktionsstrom und Diesel war insbesondere durch den Wechsel DB-konzernexterner Kunden von der Vollstromversorgung in die Durchleitung infolge der Öffnung des Bahnstromnetzes sowie einen geringeren DB-konzerninternen Verbrauch im Schienenpersonen- und Schienengüterverkehr geprägt. Zum rückläufigen Traktionsenergieverbrauch trugen neben Effizienzsteigerungen auch die geringere Betriebsleistung unter anderem infolge der Streiks der GDL bei.

Im Bereich der stationären Energien nahm die Absatzmenge DB-konzernexterner Kunden deutlich zu und wurde nur leicht durch einen geringeren Energiebedarf DB-konzerninterner Kunden gedämpft.

Der DB-konzerninterne Umsatz ging aufgrund gesunkener Nachfrage nach Traktionsenergie deutlich zurück. Im Gesamtumsatz wirkte der Anstieg DB-konzernexterner Kunden im Bereich Stationäre Energien gegenläufig. Trotzdem war der Gesamtumsatz leicht rückläufig.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (–33,4%) sanken vor allem aufgrund geringerer Erträge durch Leistungen für Dritte und von Vorjahreseffekten aus Rückstellungen für das Gemeinschaftskraftwerk Neckar (GKN).

Der Materialaufwand (–3,2%) ging infolge mengenbedingt niedrigerer Strombezugsaufwendungen sowie sinkender Aufwendungen für den Bezug von Mineralölprodukten zurück. Gegenläufig wirkte die Ausweitung des Geschäfts mit stationären Energien.

Der Personalaufwand (+5,5%) erhöhte sich, getrieben durch einen tarifbedingten Anstieg. Dämpfend wirkte ein geringerer Personalbestand.

Der sonstige betriebliche Aufwand (+6,8%) stieg aufgrund erhöhter Aufwendungen für Kommunikationsdienste und IT-Leistungen infolge von Anpassungen der Abrechnungssysteme an regulatorische Anforderungen.

Die Abschreibungen (+2,5%) erhöhten sich infolge von Anpassungen der Nutzungsdauer im immateriellen Anlagevermögen für das GKN leicht.

Insgesamt resultierte aus dem im Vergleich zu den Erträgen überproportionalen Rückgang der Aufwendungen für Energiebezug ein Anstieg der operativen Ergebnisgrößen.

Der starke Anstieg des Capital Employed ist unter anderem durch das investitionsbedingt wachsende Sach-anlagevermögen sowie einen Anstieg des Working Capital begründet. Die positiven Effekte aus dem verbesserten operativen Ergebnis wurden dadurch überlagert und führ-ten zu einem Rückgang des ROCE.

Die Netto-Finanzschulden sind unter anderem aufgrund der höheren Mittelbindung im Working Capital deutlich angestiegen. Die Tilgungsdeckung verschlechterte sich bedingt durch die negative Entwicklung der Netto-Finanzschulden spürbar.

Der Anstieg der Brutto-Investitionen ist vor allem auf zusätzliche Investitionen in die Erneuerung von Wasserkraftwerken zurückzuführen.

Fluktuationsbedingt ist die Zahl der Mitarbeiter leicht gesunken.

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