Grundlagen und Methoden

Der ungeprüfte, verkürzte Zwischenabschluss zum 30. Juni 2015 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. Der IAS 34 (Interim Financial Reporting) wurde beachtet. Die dem Konzern-Abschluss 2014 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden für den vorliegenden Zwischenabschluss stetig angewendet. 

Die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen der IAS/IFRS-Standards sind innerhalb des Berichtszeitraums verpflichtend anzuwenden. 

  • Improvements to IFRS 2011 – 2013: »Improvements to IFRS« (veröffentlicht Dezember 2013; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 20151))

»Improvements to IFRS 2011 – 2013« stellt einen sechsten Sammelstandard zu verschiedenen Änderungen an vier bestehenden IFRS dar. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den DB-Konzern-Abschluss.

  • IFRIC 21: »Abgaben« (veröffentlicht Mai 2013; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 17. Juni 2014 2))

Diese Interpretation stellt klar, zu welchem Zeitpunkt ein Unternehmen eine Verbindlichkeit zur Leistung einer öffentlichen Abgabe als Schuld anzusetzen hat. Die Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den DB-Konzern-Abschluss.

Vergleichbarkeit zum Vorjahr

Die Vergleichbarkeit der für den Berichtszeitraum vorgelegten Finanzinformationen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist unter Berücksichtigung folgender Sachverhalte gegeben:

Veränderung der Darstellung der Netto-Finanzschulden

Die Darstellung der Netto-Finanzschulden enthält ab dem Geschäftsjahr 2015 auch die unter den aktiven und passiven derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesenen Effekte aus Währungssicherungen auf Anleihen. Im Ergebnis werden die Netto-Finanzschulden seitdem zum Sicherungskurs ausgewiesen. Es erfolgte wegen Unwesentlichkeit keine Anpassung der Vorjahreszahl.

Veränderungen im Konzern

Der Vollkonsolidierungskreis des Deutsche Bahn Konzerns (DB-Konzerns) hat sich wie folgt entwickelt:



Insgesamt
[Anzahl]Inland
30.06.
2015
Aus-
land 
30.06.
2015
Ins-
gesamt
30.06.
2015

30.06.
2014

31.12.
2014

Vollkonsolidierte
Tochtergesellschaften

Stand 01.01.

130502632

661

661

Zugänge

459

6

11

Zugänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

000

0

0

Abgänge

5510

23

38

Abgänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

101

2

2

Insgesamt

128502630

642

632

Zugänge von Unternehmen und Unternehmensteilen

Bei den Zugängen zum Konsolidierungskreis handelt es sich um vier im Berichtszeitraum neu gegründete Gesellschaften sowie den Erwerb von 69,0% der Anteile an der SPA SystemPartner GmbH&Co. KG (SPA).

Die Transaktion wird nachfolgend erläutert:

  • Mit Gesellschaftervereinbarung vom 27. Januar 2015 (Closing 20. Mai 2015) wurden 69,0% der Anteile an der SPA durch die Einbringung sämtlicher Anteile an der Intertec Beteiligungs-GmbH erworben. SPA ist als Großhandelsunternehmen im Bereich Autoteilezubehör sowie Autopflege tätig und führt ein Vollsortiment aus namhaften Markenprodukten und preisgünstigen Alternativen. Die Aktivitäten wurden in einem Unternehmen zusammengelegt, das jetzt unter dem Namen MTS MarkenTechnikService GmbH&Co. KG firmiert. Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt ab 1. Juni 2015 im Segment DB Schenker Logistics.

Nachfolgend werden die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens kumulativ für alle Veränderungen des Konsolidierungskreises, soweit diese in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, dargestellt. Die Kaufpreisallokation für den Erwerb im Berichtszeitraum wurde gemäß IFRS 3 vorgenommen. Der Firmenwert wird maßgeblich durch die für den Zeitraum nach dem Erwerb erwarteten Synergieeffekte substanziiert. Darüber hinaus entfällt ein erheblicher Teil auf nach IFRS 3 nicht ansatzfähige Vermögenswerte, insbesondere den Mitarbeiterstamm, den Marktzugang sowie das künftige Umsatzpotenzial.

Die Ermittlung des Firmenwerts ergibt sich wie folgt:

 

[ in Mio. € ]
2015davon
SPA

Kaufpreis

Geleistete Zahlungen

00

+ Vom Käufer an den Verkäufer ausgegebene
Anteile an einer Tochtergesellschaft

1616

Gesamte übertragene Gegenleistung

1616

– Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens

88

Firmenwert

88

Bei der genannten Akquisition erwarten wir nicht, dass ein Teil des Goodwills für ertragsteuerliche Zwecke abzugsfähig ist.

Kaufpreisallokation SPA

 


[ in Mio. € ]
BuchwertAnpassungBeizulegender
Zeitwert

Sachanlagen

00

Immaterielle Vermögenswerte

22

Vorräte

1818

Forderungen aus Finanzierung

00

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1515

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

22

Derivative Finanzinstrumente

00

Flüssige Mittel

44

Vermögenswerte

4141

Finanzschulden

1212

Verbindlichkeiten

1212

Sonstige Rückstellungen

55

Passive Abgrenzungen

00

Schulden

2929

Fremdanteil

44

Erworbenes Nettovermögen

88

In Zahlungsmitteln geleisteter Kaufpreis

00

Im erworbenen Unternehmen
vorhandene flüssige Mittel

44

Zahlungsmittelzufluss durch
Transaktionen

44

Wegen des kurzen Zeitraums zwischen dem Stichtag des Closings und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenabschlusses ist die Kaufpreisallokation noch nicht abschließend durchgeführt.

Die Kaufpreiszahlung erfolgt durch die Ausgliederung der Geschäftsanteile der Intertec Beteiligungs-GmbH durch die DB Mobility Logistics AG (DB ML AG) auf die SPA gegen Gewährung eines Kommanditanteils.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 15 Mio. €, darin sind Wertberichtigungen von 1 Mio. € enthalten.

Wäre SPA bereits zum 1. Januar 2015 in den DB-Konzern-Abschluss einbezogen worden, hätte der DB-Konzern zusätzliche Umsatzerlöse von 34 Mio. € und ein zusätzliches Jahresergebnis von 2 Mio. € ausgewiesen.

Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung hat SPA einen Umsatz von 6 Mio. € sowie ein Ergebnis von 0 Mio. € erwirtschaftet.

Abgänge von Unternehmen und Unternehmensteilen

Bei den Abgängen aus dem Konsolidierungskreis handelt es sich um vier Verschmelzungen sowie um vier Liquidationen, einen Verkauf sowie einen Abgang durch die Änderung der Einbeziehungsart des Mutterunternehmens. Aus dem Verkauf ergab sich ein Zahlungsmittelzufluss von 0,3 Mio.€.

Der Abgang aus der Änderung der Einbeziehungsart betrifft eine Gesellschaft, die seit April 2015 at Equity bilanziert wird.

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises:





[IN MIO. €]
1. Halb-
jahr
2015
davon aus 
Konsoli-
dierungs-
kreis-
zugängen
Beträge für 
Konsoli-
dierungs-
kreis-

abgänge

Umsatzerlöse19.9609–15

Bestandsveränderungen und andere 
aktivierte Eigenleistungen

1.311

Gesamtleistung

21.2719–15

Sonstige betriebliche Erträge

1.21600

Materialaufwand

–9.934–72

Personalaufwand

–7.707–17

Abschreibungen

–1.53301

Sonstige betriebliche Aufwendungen

–2.557–16

Operatives Ergebnis (EBIT)

75601

Ergebnis aus at Equity bilanzierten 
Unternehmen

150

Zinsergebnis

–41000

Übriges Finanzergebnis

–300

Finanzergebnis

–39800

Ergebnis vor Ertragsteuern

35801

Ertragsteuern

3300

Ergebnis

3910

1

 

Die aus Konsolidierungskreiszugängen resultierenden Umsatzerlöse von 9 Mio.€ betreffen mit 6 Mio.€ die erworbene SPA und mit 3 Mio.€ die im Vorjahr unterjährig erworbene Bochimar (firmiert jetzt unter Schenker Angola Limitada). Von den Beträgen für Konsolidierungskreisabgänge entfallen bei den Umsatzerlösen 12 Mio.€ auf die im Vorjahr unterjährig abgegangene The Original London Sightseeing Tour Ltd.  

1) Im Dezember 2014 hat die Europäische Kommission den Zeitpunkt des Inkrafttretens vom 1. Juli 2014 auf den 1. Januar 2015 verschoben.

2) Im Juni 2014 hat die Europäische Kommission den Zeitpunkt des Inkrafttretens vom 1. Januar 2014 auf den 17. Juni 2014 verschoben.

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