Eventualforderungen, Eventualschulden und Bürgschaftsverpflichtungen

Eventualforderungen bestanden per 30.Juni 2015 in Höhe von 61 Mio.€ (per 31.Dezember 2014: 64 Mio.€, per 30.Juni 2014: 61 Mio.€), sie um - fassen überwiegend einen Rückforderungsanspruch im Zusammenhang mit geleisteten Baukostenzuschüssen, der jedoch der Höhe und dem Zeitpunkt der Fälligkeit nach zum Abschlussstichtag nicht hinreichend sicher bestimmt war.

Die Eventualschulden setzen sich wie folgt zusammen:

 

[ in Mio. € ]
30.06.201531.12.201430.06.2014

Sonstige Eventualschulden

109128328

In den sonstigen Eventualschulden sind unter anderem Risiken aus Rechtsstreitigkeiten berücksichtigt, die aufgrund der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 50% nicht als Rückstellungen bilanziert wurden.

Darüber hinaus bestanden per 30. Juni 2015 Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften von 36 Mio.€ (per 31. Dezember 2014: 41 Mio.€, per 30. Juni 2014: 40 Mio.€). Weiterhin dienten Sachanlagen mit Buchwerten von 6 Mio.€ (per 31.Dezember 2014: 6 Mio.€, per 30.Juni 2014: 18 Mio.€) der Besicherung von Krediten. Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Schienenfahrzeuge und Busse, die bei den operativen Gesellschaften der Segmente DB Arriva und DB Bahn Fernverkehr im Einsatz sind.

Seit Herbst 2007 haben Kartellbehörden weltweit Ermittlungen gegen Unternehmen der Speditionsbranche geführt. Die meisten Verfahren sind mittlerweile abgeschlossen. Zuletzt wurde das von der Kartellbehörde in Singapur geführte Verfahren eingestellt. Wir gehen davon aus, dass mit dem Abschluss der noch laufenden kartellbehördlichen Ermittlungen nicht vor Ende 2015 zu rechnen ist. Die Europäische Kommission hat im Jahr 2013 Nachprüfungen und Durchsuchungen bei zwei europäischen Schenker-Gesellschaften durchgeführt. Den Gesellschaften werden wettbewerbswidrige Praktiken wie Preisabsprachen sowie die Aufteilung von Kunden bei ihren Transportaktivitäten vorgeworfen. In zeitlicher Hinsicht sollen die Jahre 2004 bis 2012 betroffen sein. Das Verfahren ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Im dritten Quartal wird ein Bußgeldbescheid der EU-Kommission über 32 Mio.€ erwartet.

Der DB-Konzern bürgt im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften und haftet gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen er beteiligt ist.

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